Jun 8 2020

Online-Aktionstag #animalcrisis – Freitag, 19. Juni 2020

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Was haben zwei unserer größten, gegenwärtigen Krisen gemein? Sowohl die Klimakrise als auch die Corona-Krise sind zumindest mitverursacht durch unser Verhältnis zur Natur, durch ihre Zerstörung sowie durch unsere massive Ausbeutung von Tieren. Die Tierindustrie verursacht einen erheblichen Ausstoß an Treibhausgasen, sie lässt für den Futtermittelanbau Regenwälder abholzen und in Soja-Plantagen verwandeln, sie ist durch ihren massiven Verbrauch von Böden verantwortlich für flächendeckende Monokulturen, schwindende Artenvielfalt und den weiträumigen Verlust von Lebensräumen. Sie befeuert die globale Erwärmung und den Klimawandel und verringert (über)lebenswichtige ökologische Vielfalt.

Doch nicht nur die Klimakrise wird durch unseren zerstörerischen Umgang mit der Natur und unseren Konsum von Tierprodukten massiv befeuert. Auch die Corona-Krise ist eng verknüpft mit unserer aktuellen ökologischen Krise. Das Corona-Virus ist ein von Tieren übertragbarer Erreger und die aktuelle Pandemie als Folge der Ausbeutung und Zerstörung der Natur entstanden. So rücken durch die zunehmend schwindenden Lebensräume Wildtiere uns immer näher und Krankheiten, auf die unser Immunsystem noch nicht eingestellt ist, können sich immer leichter übertragen. Das Gleichgewicht unseres Planeten und unsere eigene Gesundheit sind also eng miteinander verknüpft und die industrielle Ausbeutung von Tieren trägt gleichermaßen negativ zu beiden Krisen bei!

Zur Aktion:

Daher rufen wir zu einem Aktionstag auf: Unter dem Hashtag #animalcrisis wollen wir am Freitag den 19. Juni zusammen am Online-Klimastreik von Fridays4Future teilnehmen – mit einem klaren inhaltlichen Schwerpunkt. An diesem Tag wollen wir selbstgebastelte Schilder in sozialen Netzwerken posten, die dezidiert auf Tierausbeutung und ihre katastrophalen Folgen für das Klima und unseren Planeten aufmerksam machen.

So kannst du mitmachen:

Werde kreativ, male, schreibe, bastele! Dann mach ein Foto – von dir und dem Schild, oder auch nur von dem Schild. Veröffentliche es in sozialen Medien unter dem Hashtag #animalcrisis oder schicke es per Mail an tierbefreiung-hh@riseup.net. Wir sammeln alle Einsendungen und Posts mit dem Hashtag und veröffentlichen sie noch einmal gesammelt. Lasst uns das Thema wiederholt, energisch und vielfältig zur Debatte bringen! Ein Ende der Nutzung und Ausbeutung von Tieren ist sicher nicht die Lösung all unserer Probleme. Aber sie kann ein erster wichtiger Schritt sein, um diese Welt vor Krisen zu bewahren und sie zu einem sichereren, friedlicheren und zukunftsfähigen Ort für alle zu machen.

System Change not Climate Change! Für ein Ende der Tierausbeutung!


Nov 21 2015

Olympische Tierausbeutung – nicht mit uns! Tierbefreiung goes NOlympia!

Bei Olympischen Sommerspielen treten in den Arenen nicht nur moderne GladiatorInnen gegeneinander an, damit für Massenbetrug durch Unterhaltung gesorgt ist und die Reichen Geld verdienen können. In drei der 41 Disziplinen – dem Springreiten, dem Vielseitigkeitsreiten (früher: Military) und dem Dressurreiten – werden auch Tiere für das Sport-Spektakel verheizt. Die Deutschen waren dabei bislang in der olympischen Geschichte am erfolgreichsten: Seit 1912 gewannen sie 85 Medaillen. Die Geschichte der Pferde wird hingegen meist verschwiegen, da sie nicht so vorzeigbar ist wie das Edelmetall am Hals der ReiterInnen.

Gerte, Doping und Verletzungen – Zurichtung leidensfähiger Individuen

Hinter den Kulissen des Sports der feinen Gesellschaft geht es nämlich nicht zimperlich zu. Bei Olympischen Spielen und vergleichbaren Großereignissen ist der Druck, gut abzuschließen, besonders hoch.er auch im Alltagsgeschäft wird mit allen Mitteln daran gearbeitet, das Sportinstrument, das ein leidensfähiges Lebewesen ist, den sportlichen Anforderungen entsprechend zuzurichten. Dafür werden die Tiere mit Medikamenten gedopt. Parieren die Pferde nicht, werden Gerten, Peitschen, Sporen und scharfe Gebisse eingesetzt, um sie zu züchtigen und dem Willen der ReiterInnen zu unterwerfen. Vermehrt wird auch auf Methoden gesetzt, die selbst dem geneigten Publikum zuwider sind, wie z.B. das „Aufrollen“ des Pferdehalses. Nicht selten verletzen sich Pferde auch, insbesondere bei Spring- und Vielseitigkeitswettkämpfen, bei denen sie unter Bedingungen des Hochleistungssports zu Bewegungsabläufen gezwungen werden, die sie normalerweise nicht machen würden. Entsprechend werden einige Tiere, die schwere Verletzungen erlitten haben, eingeschläfert.

Upper-Class-Sport: zivilisierte Ausbeutung und Herrschaft

Dass Tiere auf diese Weise behandelt werden ist kein Zufall. Sie sind entgegen aller Beteuerungen, Tierschutz ernst zu nehmen und die Pferde zu lieben, in erster Instanz Mittel zum Zweck für den finanziellen und sportlichen Erfolg der Reiter- und PferdezüchterInnen.

Es geht diesen nicht nur um die möglichst elegante und effiziente Kontrolle des anderen Lebewesens, sondern auch um die Preisgelder, die Anteile an Werbe-, Sponsoren und Fernseheinnahmen usw. Auch die Spitzensportförderung der Pferdedompteure, wird nur jenen gewährt, die vorzeigbare Leistungen erbringen. Und nicht zuletzt werden Zuchtpferde mit jedem Sieg begehrter.

Die überwiegende Mehrheit der PferdesportlerInnen stammt aus wohl betuchten Familien und der Dresscode mit Hut und Anzug soll eine vornehm-zivilisierte Haltung ausstrahlen. Den Preis für Pokale, Medaillen, Ruhm und Ehre der ReiterInnen zahlen aber die Pferde. Dass die Tiere einen eigenen Willen haben, unter dem Sport leiden und ohne Schmerz und jene Gewalt leben wollen, die ihnen Menschen zu ihrem Vergnügen zufügen, ist für Reiter- und ZüchterInnen belanglos.

Staatlich finanzierte Tierquälerei und zivilmilitärische Kooperation für das Ansehen Deutschlands

Der deutsche Staat fördert diese und noch weitere entsetzliche Reitsportartenarten, um sein Ansehen in der Welt durch Siege bei großen Meisterschaften zu steigern. Von den insgesamt 140 Millionen Euro, mit denen allein das Bundesinnenministerium den Spitzensport finanziert, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung, der Dachverband der Reitsportler- und PferdezüchterInnen, im Jahr 2014 mehr als zwei Millionen Euro erhalten. Darin inbegriffen sind über 600.000 Euro für das Bundesleistungszentrum des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) im nordrhein-westfälischen Warendorf. Dort werden die Kader für ihre Aufgaben bei Olympischen Spielen und anderen Turnieren in Kooperation mit der ebenfalls in Warendorf angesiedelten Sportschule der Bundeswehr ausgebildet. Unter den reitenden SpitzsportlerInnen sind auch zwölf SportsoldatInnen.

Schluss mit dem Pferdesport! Nein zu Olympia in Hamburg!

In einer kapitalistischen Gesellschaft, in der im Sport nur Siege und Profite zählen, verkommen Tiere zu Instrumenten. Sie werden der Herrschaft der SportlerInnen vollkommen unterworfen oder einfach entsorgt. Neben den bekannten guten Gründen, die Bewerbung des Hamburger Senats und des Deutschen Olympischen Sportbundes für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 abzulehnen und gegen sie auf die Straße zu gehen, spricht auch die Tierausbeutung in Form der Pferdesportarten gegen Olympia in Hamburg. Demonstriert deshalb am 21.11. gegen Olympia und stimmt mit „Nein“ beim Referendum!

Animal Liberation Network (ALN)

Assoziation Dämmerung (AD)

Tierbefreiung Hamburg (TBHH)

Tierrechtsinitiative Hamburg (TIH)

Vegane Bewegung (VB)