Sep 6 2020

Aktionsbericht: Kriminell ist das System Tönnies – nicht der Widerstand dagegen!

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250 Menschen demonstrieren gegen Tönnies in Kellinghusen unter dem Motto „Kriminell ist das System Tönnies – nicht der Widerstand dagegen!“ Hintergrund: Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies geht aktuell mit Verfügungen und Schadensersatzforderungen gegen Kritiker*innen vor. 40.000 Euro sollen mehrere Aktivist*innen der Tierrechts- und Klimagerechtigkeitsbewegung zahlen, die im Oktober 2019 den Tönnies-Schlachthof Kellinghusen blockierten, um gegen die Fleischindustrie zu protestieren.


Aug 17 2020

Kriminell ist das System Tönnies – nicht der Widerstand dagegen. Demo in Kellinghusen am 29.08.

 

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Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies geht aktuell mit Verfügungen und Schadensersatzforderungen gegen Kritiker*innen vor. 40.000 Euro sollen mehrere Aktivist*innen der Tierrechts- und Klimagerechtigkeitsbewegung zahlen, die im Oktober 2019 den Tönnies-Schlachthof Kellinghusen blockierten, um gegen die Fleischindustrie zu protestieren.

“Wir sind hier, weil Tiere ermordet werden. Wir sind hier aus Solidarität mit den Arbeitern, die unter extrem schlechten Bedingungen sehr harte Arbeit verrichten müssen, und wir sind hier im Kampf für die Natur, da die Natur unter dem Fleischkonsum extrem leidet.” Es sind klare Worte, die die Aktivist*innen am Tag der Besetzung gegenüber dem NDR finden. 30 Menschen blockieren unter dem Motto ‚Tear Down Tönnies‘ die Zufahrten zum Schlachthofgelände und besetzen das Dach des Betriebes. Die Besetzung und die kurzzeitige Stilllegung des Schweineschlachthofs Thomsen machen bundesweit Schlagzeilen.

Mehrere Monate später ist das ausbeuterische Geschäftsmodell von Tönnies und anderen Fleischkonzernen völlig zu Recht eines der beherrschenden Themen der öffentlichen Debatte. Der Kritik und den erstarkten Protesten entgegnet Tönnies mit Repression. Wie schon RWE im Rheinischen Braunkohlerevier versucht der Konzern Kritiker*innen durch Schadensersatzklagen mundtot zu machen. Bereits in den vergangenen Jahren ging das Unternehmen mit zivilrechtlichen Mitteln wie Unterlassungsklagen gegen die Gewerkschaftslinke Hamburg, die Aktion gegen Arbeitsunrecht und andere Kritiker*innen vor. Die aktuelle Repression gegen die Tierrechts- und Klimaaktivist*innen zielt klar darauf, diese einzuschüchtern und andere Menschen von weiteren Protesten abzuhalten.

Vor diesem Hintergrund rufen wir, das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie, zusammen mit anderen Gruppen zur einer Demonstration am 29. August in Kellinghusen auf. Wir werden lautstark, kreativ und entschlossen unsere Kritik an Tönnies und allen weiteren Konzernen der Fleischindustrie auf die Straße tragen. Wir sagen unmissverständlich: Wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Wir werden weiter unsere Stimme erheben, gegen die erniedrigenden Arbeitsbedingungen, gegen die systematische Ausbeutung der Tiere, gegen die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Wir solidarisieren uns mit den kriminalisierten Aktivist*innen, denn kriminell ist das System Tönnies – nicht der Widerstand!

https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/toennies-fordert-schadensersatz-von-aktivistinnen/?fbclid=IwAR0CrgW-wYuifdFpUzBFfyLt8DthC27Jtx3zvIijT4ppcPCEY-qeXLKDqjU

Treffpunkt:
Unterer Marktplatz, 25548 Kellinghusen

Ablauf:
14:00 Uhr – Auftaktkundgebung
15:00 Uhr – Demonstration durch Kellinghusen zum Schlachthofgelände Feldhusener Straße / Neuer Kamp
16:00 Uhr – Abschlusskundgebung vor dem Schlachthof

Anreise:
Kellinghusen verfügt über keinen eigenen DB-Bahnhof. Der nächste Halt ist in Wrist (Strecke Hamburg/Kiel) ca. 4 km entfernt. Von hier fahren regelmäßig Busse nach Kellinghusen/Mitte, von wo aus die Demo startet.

 

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/389500385348234/

Verbindungen von Hamburg:

12:22 Uhr ab Hamburg Hbf Richtung Kiel Hbf (RE 70) bis Wrist (Ankunft 12:57h). Von hier weiter mit Bus 15 bis Kellinghusen Mitte (Abfahrt 13:30h / Ankunft 13:37h).
13:22 Uhr ab Hamburg Hbf Richtung Kiel Hbf (RE 70) bis Wrist (Ankunft 13:57h). Von hier weiter mit Bus 6551 bis Kelliinghusen Mitte (Abfahrt 14:10h / Ankunft 14:14h)

Verbindungen von Kiel:

12:27 Uhr ab Kiel Hbf Richtung Hamburg Hbf (RE 70) bis Wrist (Ankunft 12:58h). Von hier weiter mit Bus 15 bis Kellinghusen Mitte (Abfahrt 13:30h / Ankunft 13:37h).
13:27 Uhr ab Kiel Hbf Richtung Hamburg Hbf (RE 70) bis Wrist (Ankunft 13:58h). Von hier weiter mit Bus 6551 bis Kelliinghusen Mitte (Abfahrt 14:10h / Ankunft 14:14h).


Jul 31 2020

Schließung aller Schlachthäuser Demo in Hamburg

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Unter dem Motto „Schließung aller Schlachthäuser“ finden auch 2020 wieder die alljährlichen Demonstrationen und Aktionen für Tierrechte statt. Ein Demonstrationszug wie vergangenes Jahr wird in diesem Jahr leider nicht möglich sein. Stattdessen ist der Treffpunkt am Jungfernstieg und Menschen werden sich mit ausdrucksstarken Bannern und Schildern aufstellen.

ARIWA Hamburg (Veranstalter*In) bittet darum auf den Veranstaltungen Abstände von mind. 1,50 m einzuhalten und einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Wann: 08.08.2020, 14.00 – 16.00 Uhr

Wo: Hamburg, Jungfernstieg 1

Demotermine, Bilder, Hintergründe und mehr:
schlachthaeuser-schliessen.de


Jun 30 2020

Forderungskatalog vom Bündnis für gesellschaftliche Tierbefreiung zu Maßnahmen während und nach der Corona-Krise

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Das neu gegründete Bündnis für gesellschaftliche Tierbefreiung einen Forderungskatalog zu Maßnahmen während der Corona-Krise veröffentlicht. Das Bündnis besteht aus verschiedensten Gruppen und Organisationen aus der Tierbefreiungsbewegung.
“Mehrere Aktivist*innen haben sich zum Bündnis für gesellschaftliche Tierbefreiung zusammengeschlossen, um im Kontext der Corona-Krise Forderungen zu formulieren, die für uns Wege aus der Krise aufzeigen. Aufgrund der aktuellen Lage machen wir hier insbesondere Bereiche und Probleme sichtbar, die in bisherigen Debatten über Ursachen und Auswirkungen der Corona-Krise vernachlässigt wurden. Gemeinsam richten wir unsere Forderungen an die Politik und Gesellschaft. Wir sind der Überzeugung, dass diese Welt auch nach der Krise nicht wieder in den vorherigen Zustand versetzt werden darf. Es liegt an uns allen, das vorhandene Potential der Krise zu nutzen, nach vorne zu gehen und für progressive Veränderungen zu streiten.”
(Auszug aus dem forderungskatalog)
Informationen zum Forderungskatalog:

Jun 20 2020

Bilder vom Aktionstag #AnimalCrisis

Wir freuen uns sehr über die tollen Einsendungen, die wir zu unserem Aktionstag erhalten haben. Hier seht ihr eine kleine Auswahl, den Rest gibt es hier zu betrachten:

 

 


Jun 8 2020

Online-Aktionstag #animalcrisis – Freitag, 19. Juni 2020

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Was haben zwei unserer größten, gegenwärtigen Krisen gemein? Sowohl die Klimakrise als auch die Corona-Krise sind zumindest mitverursacht durch unser Verhältnis zur Natur, durch ihre Zerstörung sowie durch unsere massive Ausbeutung von Tieren. Die Tierindustrie verursacht einen erheblichen Ausstoß an Treibhausgasen, sie lässt für den Futtermittelanbau Regenwälder abholzen und in Soja-Plantagen verwandeln, sie ist durch ihren massiven Verbrauch von Böden verantwortlich für flächendeckende Monokulturen, schwindende Artenvielfalt und den weiträumigen Verlust von Lebensräumen. Sie befeuert die globale Erwärmung und den Klimawandel und verringert (über)lebenswichtige ökologische Vielfalt.

Doch nicht nur die Klimakrise wird durch unseren zerstörerischen Umgang mit der Natur und unseren Konsum von Tierprodukten massiv befeuert. Auch die Corona-Krise ist eng verknüpft mit unserer aktuellen ökologischen Krise. Das Corona-Virus ist ein von Tieren übertragbarer Erreger und die aktuelle Pandemie als Folge der Ausbeutung und Zerstörung der Natur entstanden. So rücken durch die zunehmend schwindenden Lebensräume Wildtiere uns immer näher und Krankheiten, auf die unser Immunsystem noch nicht eingestellt ist, können sich immer leichter übertragen. Das Gleichgewicht unseres Planeten und unsere eigene Gesundheit sind also eng miteinander verknüpft und die industrielle Ausbeutung von Tieren trägt gleichermaßen negativ zu beiden Krisen bei!

Zur Aktion:

Daher rufen wir zu einem Aktionstag auf: Unter dem Hashtag #animalcrisis wollen wir am Freitag den 19. Juni zusammen am Online-Klimastreik von Fridays4Future teilnehmen – mit einem klaren inhaltlichen Schwerpunkt. An diesem Tag wollen wir selbstgebastelte Schilder in sozialen Netzwerken posten, die dezidiert auf Tierausbeutung und ihre katastrophalen Folgen für das Klima und unseren Planeten aufmerksam machen.

So kannst du mitmachen:

Werde kreativ, male, schreibe, bastele! Dann mach ein Foto – von dir und dem Schild, oder auch nur von dem Schild. Veröffentliche es in sozialen Medien unter dem Hashtag #animalcrisis oder schicke es per Mail an tierbefreiung-hh@riseup.net. Wir sammeln alle Einsendungen und Posts mit dem Hashtag und veröffentlichen sie noch einmal gesammelt. Lasst uns das Thema wiederholt, energisch und vielfältig zur Debatte bringen! Ein Ende der Nutzung und Ausbeutung von Tieren ist sicher nicht die Lösung all unserer Probleme. Aber sie kann ein erster wichtiger Schritt sein, um diese Welt vor Krisen zu bewahren und sie zu einem sichereren, friedlicheren und zukunftsfähigen Ort für alle zu machen.

System Change not Climate Change! Für ein Ende der Tierausbeutung!


Mai 24 2020

Aufruf zur Demo: Stoppt die Fleischindustrie – Solidarität mit den ausgebeuteten Arbeiter*innen

Nach den Corona-Ausbrüche bei Westfleisch, Vion, Wiesenhof und vielen weiteren Schlacht- und Fleischbetrieben steht die Fleischindustrie völlig zu recht für den fehlenden Gesundheitsschutz und die gnadenlose Ausbeutung der meist osteuropäischen Werkvertragsbeschäftigten in der Kritik.

Das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie ruft an Pfingsten zu einem Aktionswochenende auf, um ein Zeichen der Solidarität mit den ausgebeuteten Arbeiter*innen zu setzen und gegen eine Industrie zu demonstrieren, die ihre Milliardenprofite auf Kosten von Menschen, Tieren und der Umwelt erwirtschaftet.

In Hamburg werden wir am 31. Mai unsere Solidarität zeigen und würdige Unterbringung, wirksamen Infektionsschutz und ein Ende der Ausbeutung durch Werkverträge und Leiharbeit fordern. Wir werden in der Nähe des Fleischgroßmarktes für ein Ende der Ausbeutung der Beschäftigten, für ein Ende des massenhaften Tötens von Tieren und für ein Ende der Zerstörung der Umwelt und des Klimas durch die Fleischindustrie demonstrieren.

Kundgebung im Arrivati-Park (Neuer Pferdemarkt)
Sonntag 31. Mai – 14 bis 16 Uhr

Wir demonstrieren mit Bannern, Schildern, Redebeiträgen und Infowänden. Kommt vorbei, bringt euren Mund-Nasen-Schutz mit und achtet auf das Abstandsgebot vor Ort.

Weitere Informationen:

aa-schlachthaeuser


Mai 9 2020

Aktionscamp PHW ade abgesagt! – Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie bleibt aktiv

Nach Absage des für diesen Juni geplanten Camps in Niedersachsen arbeitet das Bündnis “Gemeinsam gegen die Tierindustrie, an dem wir uns auch beteiligen, nun an anderen Formaten. Einige digitale Formate sind schon am Entstehen, unter anderem ein Podcast und ein Watchblog, der aktuelle Entwicklungen in der Tierindusrie beobachtet und kritisch kommentiert.

Wer Lust hat, beim Bündnis aktiv zu werden, ist herzlich dazu eingeladen, schreibt dafür eine E-Mail an: mail (at ) gemeinsam-gegen-die-tierindustrie (punkt) de (PGP-key)

Die Mitteilung des Bündnisses zur Absage dokumentieren wir hier.

PHW ade – Camp und Massenaktion im Juni 2020 abgesagt!

Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie bleibt weiter aktiv!

Website

Die Ausbreitung des „Corona-Virus“ SARS-Cov-2 prägt zurzeit unser aller Leben und kann als aktuelle globale Krise nicht ignoriert werden. Wir alle können noch nicht absehen, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickeln wird. Daher müssen wir unsere geplante Massenaktion gegen PHW für diesen Juni schweren Herzens verschieben. Denn selbst wenn bis dahin eine solche Aktion schon wieder möglich sein sollte, ist es in der momentanen Situation kaum möglich, sie wie geplant vorzubereiten, zu organisieren und dafür zu mobilisieren.

In der Zwischenzeit werden wir als Bündnis auf andere Weise an unserem Thema arbeiten, neue (digitale) Aktionsformen ausprobieren und auch weiter wachsen – personell und inhaltlich. Auf dass wir alle die aktuellen, herausfordernden Verhältnisse gut durchstehen, und zukünftig mit umso mehr Power gegen die Tierindustrie, gegen die Klimakrise und gegen Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen können! Wir werden die neu entstehenden  Möglichkeitsfenster in diesen Umbruchzeiten beobachten und uns mit anderen Bewegungen darüber austauschen. Nichtsdestotrotz ist unser Anliegen, der Tierindustrie etwas entgegenzusetzen dringend und wichtig und wir setzen alles daran, das Camp und die Massenaktion für 2021 vorzubereiten, um dann im nächsten Jahr – sollte es die Situation bis dahin zulassen – umso energischer und kraftvoller zu sein.

Also stay tuned, wir halten euch auf dem Laufenden.

Bis dahin: Bleibt gesund, bleibt wachsam gegenüber autoritären Maßnahmen, bleibt aktiv, seid solidarisch und passt auf euch auf!

Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“


Feb 26 2020

Infoabend zum Bündnis ‘Gemeinsam gegen die Tierindustrie’ am 5. März

Die industrielle Tierhaltung beutet nicht nur zahlreiche Tiere aus, sondern trägt auch enorm zur Zerstörung des Planeten bei. Durch den Anbau von Tierfutter im globalen Süden werden Kleinbäuer*innen verdrängt und das Hungerproblem verschärft. In deutschen Schlachtereien herrschen brutale Zustände und Arbeiter*innen aus Südost-Europa leiden unter fatalen Arbeitsbedingungen. Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“, an dem sich auch Tierbefreiung Hamburg beteiligt, möchte all dies nicht länger hinnehmen und ruft zu einer Aktion des massenhaften zivilen Ungehorsams auf. Vom 13. – 20. Juni 2020 wird es in Niedersachsen ein Protestcamp geben, von dem aus die PHW-Gruppe blockiert werden soll.

Am 5. März stellt sich das Bündnis im Rahmen der Solikneipe für Klimagerechtigkeit “Bechern gegen Baggern” im Linken Laden (Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg) vor. Mit Vortrag, Diskussion sowie Kuchenbuffet.

Über das Bündnis: gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

Zum Infoabend: gegenstromhamburg.de

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Dez 9 2019

Fünf Demos: Den Pelzhandel bei ESCADA stoppen!

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Vor Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit für den Einzelhandel. Das nutzen wir, um erneut vor der Hamburger ESCADA-Filiale gegen den Pelzhandel zu demonstrieren. Auch die Tierrechtsinitiative Hamburg sowie ARIWA Hamburg haben Kundgebungen angemeldet. Den Auftakt macht ARIWA am 11.12.2019

Alle drei Gruppen freuen sich über Support vor Ort!

Facebook-Events:

11.12. Veranstaltet von ARIWA Hamburg
14.12. Veranstaltet von Tierrechtsinitiative Hamburg
16.12. Veranstaltet von ARIWA Hamburg
17.12. Veranstaltet von ARIWA Hamburg
21.12. Veranstaltet von Tierbefreiung Hamburg