Jun 30 2020

Forderungskatalog vom Bündnis für gesellschaftliche Tierbefreiung zu Maßnahmen während und nach der Corona-Krise

102718554_700425160528366_7692552746776383064_o
Das neu gegründete Bündnis für gesellschaftliche Tierbefreiung einen Forderungskatalog zu Maßnahmen während der Corona-Krise veröffentlicht. Das Bündnis besteht aus verschiedensten Gruppen und Organisationen aus der Tierbefreiungsbewegung.
“Mehrere Aktivist*innen haben sich zum Bündnis für gesellschaftliche Tierbefreiung zusammengeschlossen, um im Kontext der Corona-Krise Forderungen zu formulieren, die für uns Wege aus der Krise aufzeigen. Aufgrund der aktuellen Lage machen wir hier insbesondere Bereiche und Probleme sichtbar, die in bisherigen Debatten über Ursachen und Auswirkungen der Corona-Krise vernachlässigt wurden. Gemeinsam richten wir unsere Forderungen an die Politik und Gesellschaft. Wir sind der Überzeugung, dass diese Welt auch nach der Krise nicht wieder in den vorherigen Zustand versetzt werden darf. Es liegt an uns allen, das vorhandene Potential der Krise zu nutzen, nach vorne zu gehen und für progressive Veränderungen zu streiten.”
(Auszug aus dem forderungskatalog)
Informationen zum Forderungskatalog:

Jun 20 2020

Bilder vom Aktionstag #AnimalCrisis

Wir freuen uns sehr über die tollen Einsendungen, die wir zu unserem Aktionstag erhalten haben. Hier seht ihr eine kleine Auswahl, den Rest gibt es hier zu betrachten:

 

 


Jun 8 2020

Online-Aktionstag #animalcrisis – Freitag, 19. Juni 2020

102920038_2791637320947354_5567360136353153024_o

Was haben zwei unserer größten, gegenwärtigen Krisen gemein? Sowohl die Klimakrise als auch die Corona-Krise sind zumindest mitverursacht durch unser Verhältnis zur Natur, durch ihre Zerstörung sowie durch unsere massive Ausbeutung von Tieren. Die Tierindustrie verursacht einen erheblichen Ausstoß an Treibhausgasen, sie lässt für den Futtermittelanbau Regenwälder abholzen und in Soja-Plantagen verwandeln, sie ist durch ihren massiven Verbrauch von Böden verantwortlich für flächendeckende Monokulturen, schwindende Artenvielfalt und den weiträumigen Verlust von Lebensräumen. Sie befeuert die globale Erwärmung und den Klimawandel und verringert (über)lebenswichtige ökologische Vielfalt.

Doch nicht nur die Klimakrise wird durch unseren zerstörerischen Umgang mit der Natur und unseren Konsum von Tierprodukten massiv befeuert. Auch die Corona-Krise ist eng verknüpft mit unserer aktuellen ökologischen Krise. Das Corona-Virus ist ein von Tieren übertragbarer Erreger und die aktuelle Pandemie als Folge der Ausbeutung und Zerstörung der Natur entstanden. So rücken durch die zunehmend schwindenden Lebensräume Wildtiere uns immer näher und Krankheiten, auf die unser Immunsystem noch nicht eingestellt ist, können sich immer leichter übertragen. Das Gleichgewicht unseres Planeten und unsere eigene Gesundheit sind also eng miteinander verknüpft und die industrielle Ausbeutung von Tieren trägt gleichermaßen negativ zu beiden Krisen bei!

Zur Aktion:

Daher rufen wir zu einem Aktionstag auf: Unter dem Hashtag #animalcrisis wollen wir am Freitag den 19. Juni zusammen am Online-Klimastreik von Fridays4Future teilnehmen – mit einem klaren inhaltlichen Schwerpunkt. An diesem Tag wollen wir selbstgebastelte Schilder in sozialen Netzwerken posten, die dezidiert auf Tierausbeutung und ihre katastrophalen Folgen für das Klima und unseren Planeten aufmerksam machen.

So kannst du mitmachen:

Werde kreativ, male, schreibe, bastele! Dann mach ein Foto – von dir und dem Schild, oder auch nur von dem Schild. Veröffentliche es in sozialen Medien unter dem Hashtag #animalcrisis oder schicke es per Mail an tierbefreiung-hh@riseup.net. Wir sammeln alle Einsendungen und Posts mit dem Hashtag und veröffentlichen sie noch einmal gesammelt. Lasst uns das Thema wiederholt, energisch und vielfältig zur Debatte bringen! Ein Ende der Nutzung und Ausbeutung von Tieren ist sicher nicht die Lösung all unserer Probleme. Aber sie kann ein erster wichtiger Schritt sein, um diese Welt vor Krisen zu bewahren und sie zu einem sichereren, friedlicheren und zukunftsfähigen Ort für alle zu machen.

System Change not Climate Change! Für ein Ende der Tierausbeutung!


Mai 24 2020

Aufruf zur Demo: Stoppt die Fleischindustrie – Solidarität mit den ausgebeuteten Arbeiter*innen

Nach den Corona-Ausbrüche bei Westfleisch, Vion, Wiesenhof und vielen weiteren Schlacht- und Fleischbetrieben steht die Fleischindustrie völlig zu recht für den fehlenden Gesundheitsschutz und die gnadenlose Ausbeutung der meist osteuropäischen Werkvertragsbeschäftigten in der Kritik.

Das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie ruft an Pfingsten zu einem Aktionswochenende auf, um ein Zeichen der Solidarität mit den ausgebeuteten Arbeiter*innen zu setzen und gegen eine Industrie zu demonstrieren, die ihre Milliardenprofite auf Kosten von Menschen, Tieren und der Umwelt erwirtschaftet.

In Hamburg werden wir am 31. Mai unsere Solidarität zeigen und würdige Unterbringung, wirksamen Infektionsschutz und ein Ende der Ausbeutung durch Werkverträge und Leiharbeit fordern. Wir werden in der Nähe des Fleischgroßmarktes für ein Ende der Ausbeutung der Beschäftigten, für ein Ende des massenhaften Tötens von Tieren und für ein Ende der Zerstörung der Umwelt und des Klimas durch die Fleischindustrie demonstrieren.

Kundgebung im Arrivati-Park (Neuer Pferdemarkt)
Sonntag 31. Mai – 14 bis 16 Uhr

Wir demonstrieren mit Bannern, Schildern, Redebeiträgen und Infowänden. Kommt vorbei, bringt euren Mund-Nasen-Schutz mit und achtet auf das Abstandsgebot vor Ort.

Weitere Informationen:

aa-schlachthaeuser


Mai 9 2020

Aktionscamp PHW ade abgesagt! – Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie bleibt aktiv

Nach Absage des für diesen Juni geplanten Camps in Niedersachsen arbeitet das Bündnis “Gemeinsam gegen die Tierindustrie, an dem wir uns auch beteiligen, nun an anderen Formaten. Einige digitale Formate sind schon am Entstehen, unter anderem ein Podcast und ein Watchblog, der aktuelle Entwicklungen in der Tierindusrie beobachtet und kritisch kommentiert.

Wer Lust hat, beim Bündnis aktiv zu werden, ist herzlich dazu eingeladen, schreibt dafür eine E-Mail an: mail (at ) gemeinsam-gegen-die-tierindustrie (punkt) de (PGP-key)

Die Mitteilung des Bündnisses zur Absage dokumentieren wir hier.

PHW ade – Camp und Massenaktion im Juni 2020 abgesagt!

Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie bleibt weiter aktiv!

Website

Die Ausbreitung des „Corona-Virus“ SARS-Cov-2 prägt zurzeit unser aller Leben und kann als aktuelle globale Krise nicht ignoriert werden. Wir alle können noch nicht absehen, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickeln wird. Daher müssen wir unsere geplante Massenaktion gegen PHW für diesen Juni schweren Herzens verschieben. Denn selbst wenn bis dahin eine solche Aktion schon wieder möglich sein sollte, ist es in der momentanen Situation kaum möglich, sie wie geplant vorzubereiten, zu organisieren und dafür zu mobilisieren.

In der Zwischenzeit werden wir als Bündnis auf andere Weise an unserem Thema arbeiten, neue (digitale) Aktionsformen ausprobieren und auch weiter wachsen – personell und inhaltlich. Auf dass wir alle die aktuellen, herausfordernden Verhältnisse gut durchstehen, und zukünftig mit umso mehr Power gegen die Tierindustrie, gegen die Klimakrise und gegen Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen können! Wir werden die neu entstehenden  Möglichkeitsfenster in diesen Umbruchzeiten beobachten und uns mit anderen Bewegungen darüber austauschen. Nichtsdestotrotz ist unser Anliegen, der Tierindustrie etwas entgegenzusetzen dringend und wichtig und wir setzen alles daran, das Camp und die Massenaktion für 2021 vorzubereiten, um dann im nächsten Jahr – sollte es die Situation bis dahin zulassen – umso energischer und kraftvoller zu sein.

Also stay tuned, wir halten euch auf dem Laufenden.

Bis dahin: Bleibt gesund, bleibt wachsam gegenüber autoritären Maßnahmen, bleibt aktiv, seid solidarisch und passt auf euch auf!

Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“


Feb 26 2020

Infoabend zum Bündnis ‘Gemeinsam gegen die Tierindustrie’ am 5. März

Die industrielle Tierhaltung beutet nicht nur zahlreiche Tiere aus, sondern trägt auch enorm zur Zerstörung des Planeten bei. Durch den Anbau von Tierfutter im globalen Süden werden Kleinbäuer*innen verdrängt und das Hungerproblem verschärft. In deutschen Schlachtereien herrschen brutale Zustände und Arbeiter*innen aus Südost-Europa leiden unter fatalen Arbeitsbedingungen. Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“, an dem sich auch Tierbefreiung Hamburg beteiligt, möchte all dies nicht länger hinnehmen und ruft zu einer Aktion des massenhaften zivilen Ungehorsams auf. Vom 13. – 20. Juni 2020 wird es in Niedersachsen ein Protestcamp geben, von dem aus die PHW-Gruppe blockiert werden soll.

Am 5. März stellt sich das Bündnis im Rahmen der Solikneipe für Klimagerechtigkeit “Bechern gegen Baggern” im Linken Laden (Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg) vor. Mit Vortrag, Diskussion sowie Kuchenbuffet.

Über das Bündnis: gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

Zum Infoabend: gegenstromhamburg.de

banner_ggt-744x285


Dez 9 2019

Fünf Demos: Den Pelzhandel bei ESCADA stoppen!

escada_demo

Vor Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit für den Einzelhandel. Das nutzen wir, um erneut vor der Hamburger ESCADA-Filiale gegen den Pelzhandel zu demonstrieren. Auch die Tierrechtsinitiative Hamburg sowie ARIWA Hamburg haben Kundgebungen angemeldet. Den Auftakt macht ARIWA am 11.12.2019

Alle drei Gruppen freuen sich über Support vor Ort!

Facebook-Events:

11.12. Veranstaltet von ARIWA Hamburg
14.12. Veranstaltet von Tierrechtsinitiative Hamburg
16.12. Veranstaltet von ARIWA Hamburg
17.12. Veranstaltet von ARIWA Hamburg
21.12. Veranstaltet von Tierbefreiung Hamburg


Nov 9 2019

Aktionsbericht: Antipelzdemo bei ESCADA im Rahmen der OGPI Aktionstour

escada_demo_pelz_10

Heute haben wir mit ca. Neunzig TeilnehmerInnen gegen den Pelzhandel bei ESCADA demonstriert. Die Demonstration fand im Rahmen einer Aktionstour der Offensive gegen die Pelzindustrie statt. Laut und entschlossen sind wir durch die Hamburger Innenstadt gezogen, und haben neben Zwischenkundgebungen vor Bogner und AppelrathCüpper (die auch weiterhin Pelzbekleidung führen) schließlich vor der ESCADA-Filiale halt gemacht.

Tatsächlich protestierten wir schon vor 12 Jahren, im Sommer 2007, zum Auftakt der ersten Antipelz-Kampagne gegen Escada in der Hamburger Innenstadt. Damals waren wir angefeuert durch viele große Kampagnenerfolge der Offensive gegen die Pelzindustrie. Große Kaufhaus- und Modeketten wie Karstadt, Kaufhof, C&A oder Peek und Cloppenburg stiegen aus dem Handel mit Pelzen aus. Gemeinsam mit anderen Tierrechtsgruppen bundesweit und international konzentrierten wir unsere Energie danach auf Escada, das als einflussreiches Luxus-Mode-Unternehmen ein gutes und wichtiges neues Ziel war. Energisch und unermüdlich standen wir auch hier in Hamburg im Neuen Wall vor der damaligen Filiale, in der gesamten Vorweihnachtszeit mindestens zweimal die Woche, mit Schildern, Transparenten und manchmal auch mit Audio-Aufnahmen aus Pelzfarmen, und skandierten lauthals für ein Ende des Pelzhandels.

Die große Beteiligung, die vielfältigen Aktionen und die Ausdauer, mit der wir mit vielen Aktiven weltweit die regelmäßigen Proteste über 3 Jahre fortführten, trugen Früchte: Im Juni 2010 verkündete Escada erstmals, in der kommenden Herbstkollektion auf „Zuchtpelz“ zu verzichten. Das war ein erster Schritt und die Kampagne wurde kurzfristig eingestellt, um mit Escada in den Kontakt zu treten und zu schauen, inwiefern unsere Forderungen nach einem kompletten Ausstieg aus dem Pelzhandel erfüllt seien.

Im Herbst 2010 wurden die Proteste mit dem Aufruf zu einem globalen Aktionswochenende wieder aufgenommen, da Escada nur ausweichend auch Nachfragen antwortete und weiterhin Kaninchenfell und Karakul in ihrer Winterkollektion verkaufte. Kurz bevor das große Aktionswochende startete gab Escada im Oktober 2010 dann seine komplette Pelzfreiheit bekannt. Im Wortlaut hieß es in ihrem Statement unter anderem:

“Nachdem ESCADA bereits mit der Prefall 2010 Kollektion, die ab Mai dieses Jahres verkauft wurde, keine Zucht- bzw. Edelpelze mehr eingesetzt hatte, verzichtet das Unternehmen nun komplett auf Pelze, also auch auf Kaninchen und Karakul. Diese Entscheidung ist unbefristet.”

Damals feierten wir den Erfolg jahrelanger Kampagnenarbeit und einen weiteren großen Schritt hin zu einem Ende der Pelzindustrie. Heute wissen wir, dass ESCADA ihr Wort nicht gehalten hat. Die damalige angeblich „unbefristete“ Entscheidung ESCADAS, keine Pelze mehr zu verkaufen, war scheinbar nur eine Phase, bzw ein Versuch, sich die Proteste vom Hals zu halten. Heute, 8 Jahre später, müssen wir unsere Kräfte erneut bündeln, um ESCADA zu zeigen, dass wir immer noch da sind, um sie an ihre Aussage zu erinnern. Wir sind immer noch viele und immer noch wütend darüber, dass Tiere für die Mode ausgebeutet und ermordert werden. Und wir haben nicht vergessen, was ESCADA uns einst versprochen hat.

Im vollen Bewusstsein darüber, dass Pelz immer unermessliches Leid und letztendlich den Tod von unzähligen empfindsamen Tieren bedeutet und auch ökologisch eine Katastrophe ist, hat ESCADA sich entschieden, dieses Produkt wieder in Ihre Mode einzuführen. Lasst uns ESCADA zeigen, was wir von dieser Entscheidung halten. Lasst uns gemeinsam deutlich machen, was es bedeutet, als pelzfreies Unternehmen wieder in den Pelzhandel einzusteigen. Wir werden erst ruhen, wenn ESCADA ein weiteres Mal – und diesmal endgültig – aus dem Pelzhandel aussteigt!

Pelzhandel stopp – ESCADA boykott!

escada_demo_pelz_09 escada_demo_pelz_11 escada_demo_pelz_07 escada_demo_pelz_12 escada_demo_pelz_14


Nov 4 2019

Demonstration: Stoppt den Pelzhandel – bei Escada und anderswo!

fb_banner_tour_hamburg

Escada pelzfrei! Aktionstour 2019

Im Rahmen der Aktionstour der Offensive gegen die Pelzindustrie demonstrieren auch wir in Hamburg gegen ESCADAs Pelzhandel. Gemeinsam wollen wir durch die Innenstadt zur ESCADA Filiale in den Große Bleichen laufen, um dort laut und energisch gegen den Pelzverkauf des Unternehmens zu protestieren.

Käfig an Käfig, Reihe an Reihe. Und im Spätherbst jährlich das gleiche Bild: Systematisch wird ein Fuchs oder Nerz nach dem nächsten durch einen Stromstoß oder in einer Box mit Gas umgebracht. Der Alltag auf Pelztierfarmen weltweit, egal ob in China oder Dänemark. Aufrechterhalten wird die Pelzindustrie auch heute noch von Unternehmen, die Pelz verkaufen, wie etwa ESCADA. Entscheidungen von Modeunternehmen, die gegen die Leben der Tiere getroffen werden.

Das wollen wir nicht länger hinnehmen! Nach fast einem Jahrzehnt ohne Pelz hat das Unternehmen ESCADA wieder den Pelzverkauf aufgenommen. Der Modekonzern stellt sich damit auf die Seite einer Industrie, die ihreExistenz auf Leichen baut. Mehr als 50 Millionen Nerze, Füchse und andere Tiere jährlich. Zeit, unsere Proteste gegen diese Industrie zu intensivieren, die sich aus der Gewalt gegen Tiere finanziert.

Im Oktober und November 2019 werden wir in einem breiten Bündnis in Deutschland und Österreich gegen ESCADA protestieren. Jede Woche in einer anderen Stadt, jede Woche gegen die tödliche Gewalt der Pelzindustrie. Werdet aktiv, macht mit bei der ESCADA PELZFREI-Aktionstour 2019!

Wann? Samstag, 09. November 2019 von 14:00-16:30 Uhr
Wo? Startpunkt: Vor Saturn, Mönckebergstrasse 1, 20095 Hamburg

Link zum Facebook-Event


Okt 22 2019

Unterstützt die Crowdfunding Kampagne für das tierbefreiungsarchiv

Tierbefreiungsarchiv Flyer

Das tierbefreiungsarchiv erhält Zeitzeugnisse der Bewegung, stellt  Aktivist*innen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen Material zur Recherche zur Verfügung und gibt Aktivist*innen die Möglichkeit zur Reflektion.

So stellt sich das Projekt vor:

Das Tierbefreiungsarchiv wird ehrenamtlich von einer losen Gruppe von Menschen aus der Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung betreut. Wir führen keinen „Single Issue“-Kampf, sondern sehen die Vernetztheit von Speziesismus mit anderen Unterdrückungs-, Ausbeutungs- und Diskriminierungsformen. Das heißt: wir verstehen unsere Arbeit für Tierbefreiung als Teil eines Kampfes für ein soziales und ökologisches Leben in einer herrschaftskritischen Gesellschaft, zu der auch nicht-menschliche Tiere gehören. Aus diesem Grund organisieren wir uns so hierarchiearm wie möglich und richten uns nach den Animal Liberation Hallmarks[1]. Wir setzen auf Respekt, Kooperation, Gewaltfreiheit, Transparenz, Herrschafts- und Autoritätenkritik. Gleichzeitig heißt das auch: wir bekennen uns klar gegen Rassismus, Sexismus etc. und arbeiten nicht mit Neonazis und anderen rechten bzw. menschenverachtenden Personen und Gruppen zusammen.

Warum ein Archiv?

Ein Archiv von der und für die Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung hat mehrere Gründe[1]. Zum einen möchten wir die Zeitzeugnisse der Bewegung erhalten, aufbereiten und interessierten Menschen zur Verfügung stellen. Außerdem möchten wir Aktivist*innen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen die Möglichkeit geben, zu verschiedensten Themen rund um die Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung zu recherchieren. Möglich wären beispielsweise Recherchen zur Bewegungsgeschichte, zu Debatten innerhalb der Bewegung oder zu einzelnen Ausbeutungsthemen (Fleisch, Pelz, Tierversuche,…). Ein weiterer Grund ist die Möglichkeit der Reflektion der eigenen Aktionen, Theorien, Organisationsformen und vielem mehr für Aktivist*innen der Bewegung. Anhand verschiedenster Quellen (Bücher, Filme, Texte, Flyer,…) können die Wirkungen der benutzten Mittel und Theorien (kritisch) hinterfragt werden.

Links: